TIPPS, DIE BEI DER KOMMUNIKATION MIT ALZHEIMER-ERKRANKTEN HELFEN KÖNNEN

 

 

Newsletter "Alzheimer Forschung Initiative e.V."

 

  • Wertschätzende Haltung

Alzheimerkranke können oft Gegenwart und Vergangenheit nicht unterscheiden. Gehen Sie wertschätzend und einfühlsam auf die Realität des Erkrankten ein. Bitte keine Zurechtweisungen und Verbesserungen - sie sorgen für Verärgerung und Unsicherheit. Der Patient darf nicht wie ein Kind behandelt werden, begegnen Sie ihm mit Respekt und auf Augenhöhe.

 

  • Einfache Sprache

Reden Sie langsam, deutlich und in einfachen und kurzen Sätzen. Komplizierte Sätze werden von Menschen mit Alzheimer nicht verstanden, Ironie kann sie wütend machen. Wichtige Informationen mehrmals wiederholen.

 

  • Nonverbale Kommunikation

Die verbale  Kommunikation kann durch eine deutliche Körpersprache und eine prägnante Mimik und Gestik unterstützt werden. Unbedingt den Blickkontakt mit dem Patienten halten, er gibt Halt und Sicherheit und ist am Ende der Krankheit oft der einzige Weg, mineinander in Beziehung zu treten.

 

  • Richtig fragen

Stellen Sie Ihre Fragen so, dass diese mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können oder Fragen mit nur wenigen Antwortmöglichkeiten. Vermeiden Sie sogenannte W-Fragen (wie, wer, was, warum).  Geben Sie dem Patienten Zeit, zu antworten. Durch den Verlust von Erinnerung und Sprache brauchen Betroffene mehr Zeit, die Frage zu erfassen und die Antwort zu formulieren.

 

  • Erinnerungen wecken

Wenn Erkrankte beim Gespräch nicht folgen können, kann es helfen, das Thema zu wechseln. Über Sinneseindrücke können Erinnerungen geweckt werden, die das Wohlbefinden stärken.

Auf emotionaler Ebene können Erkrankte auch noch im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf erreicht werden - Musik, Berührungen, Fotos.

 

 

 

 

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