INKONTINENZ-ASSOZIIERTE DERMATITIS (IAD)

 

Ein Beitrag von Gerhild Fick, Kontinenz- und Stomaberaterin

der Österreichischen Gesundheitskasse

Tel. 05 0766-162276, www.gesundheitskasse.at/inkontinenz

 

Bei der IAD entstehen Hautirritationen wie Exzeme bis hin zu schmerzhaften Entzündungen an den betroffenen Hautarealen (Intimregion).

 

Besondere Risiken:

  • Harn- und/oder Stuhlinkontinenz
  • Bewegungs- und Mobilitätseinschränkungen, Pflegebedürftigkeit, sensorische Beeinträchtigungen
  • Erhöhtes Lebensalter - die Haut verliert im Alter durch einen Abbau von Kollagen und elastischen Fasern an Festigkeit, wird dünn und durch einen Rückgang der Schweißsekretion trocken. Sie ist mechanisch weniger belastbar, kann schneller einreißen und das Verletzungs- und Infektionsrisiko erhöht sich dadurch.

Vorsicht ist geboten

  • Hautreinigungsprodukte haben Einfluss auf die Hautbarriere, den Schutzmantel der Haut.
  • Starke Reibung und grobes bzw.unsanftes Abtrocknen der Haut muss vermieden werden.
  • Produkte mit Parfümzusätzen, Konservierungsstoffen sowie alkalische Seifen und Produkte mit anionischen Tesiden (waschaktive Substanzen; bewirken, dass sich Fett in Wasser löst) greifen die Schutzbarriere der Haut an.
  • Reizung durch aufsaugende Inkontinenzprodukte, die nicht atmungsaktiv sind. Sie können so die Ausbildung einer feuchten Kammer mit hohem Infektionsrisiko begünstigen.
  • Bei Doppelversorgung (z.B. Pants zusammen mit Einlagen) kommt es ebenfalls zu feuchten Kammern und dadurch zur Reibungen.

 

Richtige Auswahl der Hilfsmittel

  • Individuelle Anpassung an das Bedürfnis des Betroffenen.
  • Berücksichtigung des Ausscheidungsvolumens und der -frequenz.
  • Abstimmung an die jewilige Sitution, z.B. Unterschied zwischen Tag nund Nacht.
  • Kondomunrinale, Analtampons, aufsaugende Hilfsmittel
  • Keine Doppelversorgung (Pants und extra noch eine Einlage).

 

Es ist wichtig, pflegebedürftige Personen regelmäßig zur Toilette zu führen, so können inkontinente Episoden von vornherein vermieden werden.

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